Umzug
So, die Umzugskisten sind gepackt, der Umzugslaster steht vor der Tür.
Ja guuut, so ganz richtig ist das wohl nicht, denn für meinen Weblog brauche ich nicht unbedingt einen LKW, aber trotzdem ziehe ich damit um. Ab jetzt blogge ich hier weiter:
Neugierig? Nachlesen! 
Begrüßen ist Silber, Schweigen ist Gold
Ich hatte heute eine Begegnung der anderen Art. Also eine Begegnung, da dachte ich wirklich, ich steh im sprichwörtlichen Wald. Das war so dermaßen absurd, dass ich schon fast glaube, ich habe es mir nur eingebildet. Habe ich aber nicht:
Ich war heute (endlich mal wieder) in meinem "Medizinischen Fitnessstudio", gemütlich so um die Mittagszeit, war nicht viel los, sehr entspannt - zumindest bis ER kam. ER ist ca. 60 Jahr alt und speziell, sehr speziell sogar. ER kam also in den Raum mit den Trainingsgeräten, sagte laut "Guten Tag" und stellte sich an das Tischchen, an dem man üblicherweise seinen Trainingsplan für den aktuellen Tag erhält. Alle waren am trainieren, keiner erwiederte die Begrüßung, bis auf eine der Angestellten, eine junge Frau, die gerade an einem der Geräte zugange war. Sie drehte sich zu IHM um und sagte freundlich: "Hallo".
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber es gibt Menschen, die sich daran stören, wenn man sie mit "hallo" begrüßt.
"Ich heiß nicht "Hallo" und ich bin auch kein Telefon!", keifte ER.
Ihre Antwort und meine Gedanken dazu: ???
"Ich hab noch gelernt wie man ordentlich Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend sagt!", ereiferte ER sich weiter.
"Entschuldigen Sie, aber ich kann mir wirklich nicht für jeden Kunden seine persönliche Bergrüßungsformel merken."
"Dann begrüßen Sie mich am Besten gar nicht mehr, das ist mir lieber als mit "hallo" angesprochen zu werden. Schauen Sie mal im Duden nach, das ist kein Wort, das können Sie aus dem Italienischen und Französischen übersetzen und..."
An dieser Stelle kann ich nicht mehr ganz so wörtlich zitieren, denn ich habe bisher nicht verstanden, was er damit eigentlich sagen wollte und meine Gedanken waren ohnehin immer noch ???
Sie druckt ihm geduldig seinen Trainingsplan aus und bleibt ruhig.
"Ich habe es nur höflich gemeint, es tut mir sehr leid, wenn Sie sich von einem "Hallo" nicht begrüßen lassen wollen."
"Ich kann auch gleich woanders hingehen, wenn ich hier schon so begrüßt werde!", motzte ER (stetig lauter werdend) weiter.
Ab hier dachte ich nicht mehr nur ???, sondern auch ein äußerst produktives "Und da wird er dann nicht mit "Hallo" begrüßt?"
"Ich möchte mit Ihnen darüber gar nicht diskutieren, ich kann mir nicht für jeden seine persönliche Begrüßung merken."
"Dann begrüßen Sie mich am Besten gar nicht mehr!"
"Ja, dann begrüße ich Sie gar nicht mehr." Sie war absolut ruhig und überraschend wortkarg geblieben, hat sich nicht provozieren lassen und sich ganz sicher gemerkt, dass sie ihn nicht mehr begrüßen wird. Respekt!
ER schlurft in der Zeit zu seinem ersten Gerät und ruft nur noch: "Das hat mir jetzt wieder den ganzen Tag versaut!"
Ich kann der Angestellten nur noch einen ungläubigen Blick zuwerfen und bin mir mit einer anderen Kundin einig, dass wer sonst keine Sorgen hat, sich auch über so etwas wie "hallo" aufregen darf - er ist ja schließlich kein Telefon!
Mittlerweile überlege ich, wie dem anscheinend sehr, sehr deutschen Mann vermittelt werden kann, dass "hallo" sehr wohl im Duden steht und eigentlich aus seiner geliebten Heimatsprache, dem Althochdeutschen kommt und seit ca. 1880 geläufig ist (ich schätze ihn zwar eher über als unter 60, aber sooo alt dann auch wieder nicht).
Wenigstens konnte ich mich davon abhalten ihm vor den Latz zu knallen, dass er, wenn er nicht in der Lage ist, mit solch "modernen" Begrüßungsformeln zurechtzukommen, hier ja auch gar nicht mehr trainieren braucht und lieber direkt ins Grab steigen sollte. Ich war kurz davor, aber ich wollte die Angestellte nicht in Schwierigkeiten bringen und hatte auch die vollkommen unbegründete, bei diesem friedliebenden Menschen geradezu wahnwitzige Vorstellung, dann von einem Cross-Trainer erschlagen zu werden. Oder doch zumindest vom Rudergerät.
Leute gibt's, die gibt's dann irgendwie leider doch! Und ich werde nun nie wieder unbefangen zu jemandem "hallo" sagen können - ich möchte ja niemandem den Tag versauen! 
Blog It!
Bevor ich loslege: Lieber Stefan, wenn du das hier liest, dann hinterlasse mir doch einen Kommentar oder ähnliches, damit ich weiß, dass du weißt, dass ich nicht nur über meine fünf Lieblingsautos blogge. Und überhaupt: Ich habe gar keine fünf Lieblingsautos, sondern nur eines, nämlich den Ford Kuga. Nur um das klarzustellen!
Nun zum Thema: Werde in Zukunft nicht unbedingt weniger, aber etwas vorsichtiger bloggen. Habe eindeutig zu viel Kritik über die Arbeit gebloggt und offenbar lesen mich doch mehr Leute, als ich so dachte. Während der Uni-Zeit (sofern sie denn kommt) ist das schon wieder egal, aber wenn ich mal einen richtigen Chef habe, muss ich mir das gebloggte Lästern wohl verkneifen. Moment... das war gerade gelästert, oder?
Viel mehr wollte ich gar nicht schreiben. Vielleicht noch die Anmerkung, dass es tatsächlich Leute gibt, die durchaus wieder/mehr/anfangen sollten zu bloggen, weil ich mir deren Geschichten aus dem Leben doch sehr interessant vorstelle. Aber sie tun es nicht... zu schade. Dann bleibe ich in meinem Bekanntenkreis halt einziger (ausdauernder) Blogger und schreibe, um des Schreibens willen. Denn mir macht es Spaß und es freut mich immer wieder, wenn ich mitbekomme, wer mich alles liest. An dieser Stelle auch ein kleiner Hinweis auf meinen Zweit-Blog (jaha! so weit bin ich schon!), genauergesagt einem Bilderblog: http://worldinpictures.myblog.de/
Reinschauen lohnt sich. 
Das Jahr 2011
Tataaaaa! Und hier ist es, in Farbe und bunt, das Jahr 2011! War ja auch nicht zu überhören, dass es jetzt da ist. Silvester ist immer sehr laut, finde ich.
Gibt es irgendwelche Horrorprophezeiungen für 2011? Ich google das mal schnell. Oh ha! Da schreiben nur Astrologen und Reiseleiter ihre Voraussagungen, das lese ich gar nicht erst durch. Bleibe ich eben unwissend, was 2011 auf mich zukommt. Endet der Maya-Kalender dieses Jahr oder erst nächstes? Egal.
Viel interessanter (zuminest für mich, für euch vielleicht weniger, aber dann seid ihr selber Schuld, wenn ihr meinen Weblog lest) ist doch die Frage, was mir 2011 bevorsteht. Und damit kommen wir zu meinen guten Vorsätzen. Wobei... guter Vorsatz ist hier etwas untertrieben, es sind eher so allgemeine Ziele, die mit einer ganzen Reihe von zusätzlichen Aufgaben verbunden sind. Es sind also nicht unbedingt Kleinigkeiten. Zur Verständlichkeit liste ich das mal eben auf:
1. Biologie-Studieren (soll heißen: anfangen Biologie zu studieren), damit verbunden sind: erstmal genommen werden, dafür Biologie- und Chemie-Kenntnisse auffrischen bzw. aneignen und dann natürlich auch ordentlich studieren, damit das auch mal gute Noten bei mir gibt
2. Ausbildung zum Rettungssanitäter abschließen (sofern sich das mit dem Studium vereinbaren lässt), das heißt: die Themen für die nächsten Wochenenden lernen und ordentlich auf die Wissensüberprüfungen vorbereiten, gut anstellen bei den Fallbeispielen, noch mehr auf die Abschlussprüfung lernen, Rettungswachen- und Klinikpraktika absolvieren und wenn möglich schon im Herbst den RS-Abschluss machen und da ebenfalls gut abschneiden
3. gesünder ernähren und mehr Sport machen (das ist wenigstens mal ein echter Vorsatz!), bin ja schon in einem Fitnessstudio, aber das ist zu teuer auf Dauer, also mehr mit dem Rad fahren oder laufen und eben gesünder ernähren, damit die ganzen Krankheiten, die ich mir im Laufe der letzten Jahre und Monate angeignet habe, eine Chance zur Besserung haben
4. weniger vor dem PC rumhängen und lieber andere Dinge in der Freizeit unternehmen (muss ja nicht unbedingt lernen sein), z. B. mehr Geocachen oder allgemein rausgehen, mehr gute Bücher lesen etc.
Komisch, mehr fällt mir gerade gar nicht ein. Vielleicht bin ich noch zu müde von Silvester oder die ersten beiden Vorsätze überdecken einfach alle anderen Gedanken. Die allgemeinen Ansprüche an mich, wie weniger motzen und lästern, nicht immer so verrückt machen und einfach das Leben genießen, weil es mir bei genauer Betrachtung doch ziemlich gut geht, wie ich finde, sind schon Standard geworden.
Und wichtig: Man kann sich auch über Kleinigkeiten freuen! 
Abschalten
Abschalten, ja... Abschalten kann ich momentan ganz gut. Vor der Arbeit kann ich alles abschalten, zumindest besser als Einschalten. Während der Arbeit gelingt mir das Abschalten von allem um meine aktuelle Tätigkeit mittlerweile auch ganz gut, also wenn ich irgendwelche Kursnummern verteilen oder Prüfungen korrigieren muss, dann gelingt mir das Ignorieren meines Chefs prima! Wobei... seit neuestem singt er während der Arbeit eigenartige alte Volkslieder, irgendwas mit springenden Fischlein und nicht verzagen und nicht klagen und... also DAS ist dann doch etwas störend... ein bisschen... minimal... Zum Arbeitsende kann ich prima den PC von meinem stellvertretenden Chef abschalten und die Drucker und meinen PC natürlich auch. Und nach der Arbeit kann ich mich seit zwei Wochen im medizinischen Fitnessstudio abschalten. Das ist so präventiv gegen meine Rückenschmerzen vom vielen Sitzen im Büro. Echt toll, sieht wirklich aus wie ein kleines Fitnessstudio, aber man bekommt jedes Mal seinen individuellen Trainingsplan, macht seine einzelnen Übungen zu Muskelaufbau, Kondition und Koordination, bewertet sie und dementsprechend werden die Übungen zum nächsten Mal verändert. Ist aber sehr teuer dort, deswegen mache ich das erstmal nur drei Monate, dann ist mit dem Studium eh wieder alles anders.
Apropos Studium: Das Biologie Department hat sein Bewerbungssystem für das kommende Sommersemester geändert, die nehmen jetzt vor allem Leute mit super Abi-Durchschnitt und super Chemie-Note. Wisst ihr, wie lange ich Chemie hatte? Ein Jahr! In der Elften! Na toll! Das heißt, ich komme in ein Auswahlgespräch, das 15 Minuten dauert und meine Motivation und so Zeug abfragen soll. Aber mein FSJ und mein Wartesemester scheinen nicht berücksichtigt zu werden. Ach, was soll's! Vielleicht habe ich ja Glück und werde genommen, dann hab ich sogar nur fünf Semester bis zum Bachelor Biologie. Aber meine Chancen sind hiermit gesunken, danke auch!
Wenn das nichts wird mit Studium ab Mai, habe ich wenigstens ausreichend Zeit für die Rettungswachen- und Klinikpraktika, die ich für meinen Rettungssanitäter brauche. Bin momentan schon am RTW-Schichten sammeln, gestern bin ich von 18 bis 24 Uhr gefahren. Einzelheiten erspare ich euch, war auch nicht alles schön, aber ein lustiges Erlebnis gab es, als wir unterwegs zu einem Krankentransport etwas weiter weg waren und an einem Unfall mit mehreren beteiligten Autos vorbeikamen. Die Straßen waren spiegelglatt, was meine Kollegin und ich feststellen mussten, als wir nachgefragt haben, ob es allen gut gehe. Den Autofahrern ist nichts passiert, dafür hätte es erst sie, und einen Schritt weiter auch mich fast hingelegt, als wir wieder zurück zum Rettungswagen wollten. Frei nach dem Motto, als der Fahrer die Leitstelle per Funk informiert hat: "Hier ist die Leitstelle, Ihre Bestellung bitte!" - "Zwei Rettungswägen für meine Kollegen, aber ICH steige nicht aus!" 
Im Westen nichts Neues
(Fragt mich jetzt nicht, wie ich auf den Titel komme, das ist doch gar nicht meine Generation!)
Aber es gibt ja doch was Neues:
1. Ich habe ein neues Laptop, einen Asus. Und trotzdem wird mein alter repariert. Ist grad noch so ein Garantiefall. Juhu! Entweder verkaufe ich ihn (im Zweifelsfall meiner Mutter) oder ich behalte ihn. Dann habe ich zwei. Falls mal wieder eine der Geist (bzw. die Grafikkarte) aufgibt. Der Asus ist auf jeden Fall cool. i5-Prozessor, zwei Grafikkarten für verschiedene Tätigkeiten und lauter so Schnickschnack. Super Teil!
2. Ich habe mal wieder ein freies Wochenende. Gut, das Wochenende ist gespickt mit Privatvergnügen: Ausschlafen, Kopfschmerzen, Seminararbeit einer Freundin korrigieren, Salat einkaufen, Geburtstagsfeier einer anderen Freundin, weiter korrigieren, webloggen, schlafen, früh aufstehen, heim fahren, Salat machen, Küche putzen, Mittagessen, wieder korrigieren, Kaffeetrinken, zu Freundin fahren für endgültige Korrekturen, mit JRKlern treffen für weitere Planungen. Weitere Kopfschmerzen sicherlich schon in Planung, hier jedoch nicht aufgeführt. Wenn ihr das hier lest dürft ihr ja mal raten, wo auf der Liste ich gerade bin.
3. Meine Arbeit stresst! Also alles am BRK stresst grad, ist nur die Frage, wie gerne man sich für etwas stresst. Letzte Woche musste ich 1 1/2 Erste-Hilfe-Kurse halten für Siemens-Azubis. Alter zwischen 15 und 18, nur wenige älter. Und alle keine Lust, vor allem der erste Kurs. Der zweite war ok, auf den Feedbackbögen stand nur zweimal, dass mehr Stimme gewünscht ist, wenn die Teilnehmer laut werden. Welche Stimme denn? Die war doch vom erwähnten ersten Kurs schon weg! Und außerdem habe ich mich jedesmal geäußert, wenn es mir zu laut wurde, und dann war es wieder eine Weile ruhig. Ich fand mich gut! Obwohl die Kurse schon um 7.30 Uhr angefangen haben! Aber naja, nächstes Mal dann, wenn meine Stimme bis dahin wieder da ist...
4. Hatte eine coole Übung in einem nahegelegenem Asphaltwerk. Hier mal der Ausblick von meinem Standpunkt aus:

Schön bunt, gell? Bin doch ein bisschen stolz auf meine kleine Digicam. Blöd war nur, dass ich von diesem Standpunkt in knapp 30 Metern Höhe nicht mehr runter kam, denn bei der Großübung mit etwa 15 Verletzten, bei der mehrere Feuerwehren, das THW und das BRK beteiligt waren, waren auch Pyrotechniker aktiv. Mag ja ganz nett sein, wenn es ab und zu mal knallt und was brennt und so, aber muss man einen Sprengsatz wirklich mitten auf der Treppe postieren? Fand das nicht ok irgendwie...
Jedenfalls habe ich mich um die Mimen gekümmert, zumindest die, die ich erreichen konnte, was die vier Schwerstverletzten mit Drehleiterrettung waren, und habe von oben meine zwei anderen Mimbetreuer gemanagt, damit sie sich um den Rest kümmern. Muss ehrlich sagen, dass mein Platz übersichtstechnisch nicht schlecht war: Hab fast alle Mimen im Blick gehabt und jeden sehen können, der schon gerettet auf dem Verbandplatz lag. Nur durch die Zeltwand durchkucken hab ich nicht geschafft. Na ja, nächstes Mal schaffe ich sicher auch das... 
Ein Blick in alle Richtungen
Die letzten Tage und Wochen geben mir den Anlass, den Blick schweifen zu lassen, und mich mal in alle Richtungen blicken zu lassen. Und das sind exakt drei...
Ein Blick in die Vergangenheit:
Am Donnerstag, ich war gerade im Schulsanitäterforum dabei ein Fallbeispiel zu beobachten, sprach mich jemand von hinten an. Ich drehte mich um, der Person behilftlich zu sein, und traute meinen Augen kaum: Ein Freund aus der Grundschule stand vor mir! Hatte sich nicht verändert, ist immer noch ein Stück kleiner als ich, und auch das Wesen war scheinbar das selbe. Ich erkannte ihn und er erkannte mich, was mich etwas überraschte, denn im Gegensatz zu ihm habe ich meinen Stil doch deutlich überarbeitet. Allein die Haare...
Auf jeden Fall kamen wir nach dem Forum ins Gespräch. Er möchte jetzt Rettungsassistent werden. Ich habe meine Zweifel, dass das klappt, denn die leichte geistige Behindertung ist leider seit der Grundschule nicht verflogen (was mich auch sehr gewundert hätte) und auch mit der Körpergröße wird es wohl Schwierigkeiten geben. Aber es war toll, so unbefangen mit ihm zu reden. Ich habe ihn beraten, an wen er sich wenden soll, und dann so etwas mit ihm geplaudert. Als ich ihm erzählt habe, was ich derzeit so mache, und dass ich es mit der Verwaltungsarbeit nicht lange aushalte und endlich wieder was lernen müsse, meinte er nur lachend: "Genau wie damals! Immer so ehrgeizig und interessiert. Willst immer was lernen! Wie vor dreizehn Jahren!"
Und da muss ich ehrlich sagen: Stimmt! In der Grundschule war ich begeistert beim Lernen und hatte Spaß am Entdecken. Ich wollte unbedingt aufs Gymnasium und unbedingt studieren. Und was war in den letzten Jahren Schule? Nada! Nichts! Ich war faul, hab nichts gemacht, mich für nichts interessiert, mich jede Stunde fremdbeschäftigt und meine Noten (samt Abi) vermiest. Aber so war ich in den letzten Jahren eben.
Ein Blick in die Gegenwart:
Mein Laptop ist kaputt. Neues kaufen kostet viel. Auto musste vor Kurzem repariert werden. War auch teuer. Hab den Vollzeitjob, in dem ich ein "Taschengeld" von 390 Euro bekomme. Brauche trotzdem ein neues Laptop.
Mein JRK macht nichts mehr. Neues kaufen will ich nicht. (Geht auch gar nicht, aber sonst bleibt die Paralle zum oberen Absatz nicht erhalten.) Hab mir vor Kurzem noch so viele Hoffnungen gemacht, dass wieder mehr Schwung in die Bude kommt. Will trotzdem weiter machen.
Meine Arbeit ist beschissen. Neue beschaffen geht erst am März. Wird noch ne harte Zeit. Versuche das Positive zu sehen, klappt aber nicht immer. Muss da halt durch und den Nutzen sehen, dadurch vielleicht mehr Chancen auf ein späteres Studium zu bekommen.
Das ist nicht gut, das ist nicht gut... Leben ist teuer und Hobbys machen nicht immer nur Spaß. Zu einer richtigen Leidenschaft wird es, wenn man trotzdem weitermacht und nicht aufgibt, egal wie viele Nerven es einen kostet. Außerdem geht es mir ja auch um die Leute, die noch engagiert dabei sind. Jeder hat mal einen Durchhänger, man darf ja auch mal eine Auszeit nehmen, aber darunter dürfen die anderen nicht leiden, also übernehme ich derzeit vieles, was im JRK anfällt. Bin auch größtenteils mit Spaß bei der Sache, aber nervenaufreibend ist es trotzdem manchmal. Viel Organisationskram, aber das mag ich. Und ich mag es, wenn man Erfolge sieht. Und ein Erfolg ist es, wenn die eigenen Leute mit Spaß und Engagement bei der Sache sind. Was ich nicht mag, ist anhängig von anderen sein und auf diese warten müssen, wenn die Zeit drängt. Und einen unfähigen Chef mag ich auch nicht. Aber dann mache ich eben mein eigenes Ding.
Ein Blick in die Zukunft:
Bald ist Weihnachten und ich habe zum ersten Mal seit Jahren wieder gute Ideen bei einer spontanen Shoppingtour bekommen und schon mehr als die Hälfte der Geschenke zusammen und eingepackt. Und ich wünsche mir von allen Geld, damit sich mein neues Laptop besser finanzieren lässt. Wird dann halt ein vorträgliches Weihnachtsgeschenk für mich an mich selbst. Ist nicht so überraschend, aber immerhin dann genau das, was ich mir von mir gewünscht habe.
Werde mein FSJ nach einem halben Jahr beenden. Das ist keine Arbeit für mich hier. Wenn ich nur so Kurse halte, bekomme ich deutlich mehr Geld, als das FSJ-Gehalt, und mehr Spaß macht es dann auch. So kann ich vielleicht mein Studium teilfinanzieren, das ich beginnen werde. Gut, vielleicht nicht gleich nach dem FSJ, das ist wohl unmöglich, aber dann spare ich eben schon mal aufs Studium. Oder auf ein neues Laptop, wenn das neue, das ich mir in Kürze kaufen werde, ebenfalls den Geist aufgegeben haben wird. ("Zeitreise werden Grammatik schwieriger gemacht haben." )
Studieren, ja, das wäre schon was. Mit etwas Abstand zu Schule und zum Abitur traue ich mir das wieder zu. Das ist eine Richtung, die ich mir gut vorstellen kann. Und in ganz ferner Zukunft dann doch mal Hubschrauber fliegen, das werde ich auch immer im Blick behalten. Biologie studieren wäre nicht schlecht. Oder Bionik. Oder Tiermedizin. Back to the roots. Wie vor dreizehn Jahren. Aber mit Blick nach vorne. 
Irgendwas Schönes
Mir wurde gesagt, ich soll mal wieder bloggen. Hab gefragt, was. Antwort war: "Irgendwas Schönes". Hab "Irgendwas Schönes" mal gegooglet: langweilig.
Mein Alltag ist mittlerweile irgendwas zwischen ätzend und anstrengend, aber immerhin nicht mehr langweilig. Seit die einzige wirklich arbeitende Person wieder im Büro ist (übrigens eine Halbtagskraft mit aktuell 390 Überstunden), habe ich endlich einen ausgelasteten Arbeitstag. Vieles ist zwar typische Verwaltungsarbeit, z.B. Listen führen, Rechnungen schreiben, Anrufe entgegennehmen, Nummern beantragen, Kaffeemaschine reinigen etc., aber wenigstens habe ich jetzt einen netten Gesprächs- und Lästerpartner. Muss sagen: Lange halte ich das nicht aus, aber wenigstens weiß ich jetzt, was ich beruflich niemals machen möchte.
Auch was Erste-Hilfe-Kurse halten angeht, bin ich mir nicht sicher, ob das dauerhaft mein Ding ist. Dieses Wochenende halte ich meinen ersten eigenen Kurs, Montag/Dienstag hatte ich schon einen Probe-Kurs, den ich zu großen Teilen gehalten habe, und musste feststellen, dass ich es nicht mag, wenn mir Teilnehmer Fragen stellen, die ich nicht beantworten kann. Mist!
Aber man muss ja auch was Positives los werden: Erste-Hilfe-Kurse vorbereiten macht super Spaß, vor allem, wenn man das entsprechende Material gestellt bekommt. Nicht nur einen sündhaft teueren Moderationskoffer habe ich bekommen, sondern auch eine Tasche für meine Lehrunterlagen und "Dienstkleidung" - die, weil wir neue bekommen sollen und darum nichts mehr auf Lager ist, JRK-Logos trägt. Also Vorbereiten macht Spaß! Ich bastel immer mehr Folien und Plakate und Zettel mit Begriffen, die man dann auch die Plakate pinnen kann und selbst gemalte Vitalfunktionen und Lagerungen und und und...
Außerdem muss man sagen: Wenigstens vergeht die Zeit schnell, wenn man Kurs hält. Blöd ist nur, wenn man (wie am Dienstag) viel zu früh durch ist mit dem Stoff und man sich vier Stunden Fallbeispiele aus den Fingern saugen muss.
Währenddessen (und nun gerate ich wieder ins Motzen) hatte ich einen nörgelnden, alten Mann ein Stockwerk tiefer, der aber zum Glück eh nichts von dem versteht, was man über ihn lästert, und einen ekeligen, stinkenden Kollegen im Nacken, der einem dann jeden Zeitplan wieder durcheinander schmeißt. Man hat's nicht leicht bei uns im Büro, man hat's nicht leicht...
Gut, aber nun muss ich ins Bett, will ja wach sein, bei meinem eigenen Kurs. Bin froh, wenn der rum ist, ich brauche mal wieder ne Auszeit. Die letzten Wochen waren einfach zu anstrengend. Aber erfolgreich! Und ich habe noch viele, viele Ideen und Vorhaben, die ich bald umsetzen werde. Wenn diese Motivation nicht mal "Irgendwas Schönes" ist.
Das Ende einer Ära
Seit Montag ist ein großer Teil meines bisherigen Lebens um, der von kleinen Wesen handelte: Seit Montag habe ich keine Meerschweinchen mehr.
2002 habe ich die ersten beiden bekommen, Ronja und Nora. Jede von ihnen hat zweimal Junge bekommen, einmal sogar gleichzeitig, so dass zwölf kleine Meerlis in der Gegend umherturnten. Wir haben alle Jungtiere aus dem ersten Wurf behalten und eines aus dem letzten. Und die, sie hieß Alasta oder wegen ihrer Größe auch Klein-Lasta, gibt es seit gestern auch nicht mehr.
Bis auf einen sind alle relativ alt geworden. Ein Tierarzt hat mir mal erklärt, Meerschweinchen werden immer ziemlich genau sieben Jahre alt, maximales Haltbarkeitsdatum oder so. Alasta wurde immerhin 7 1/2 und hatte, obwohl sie ihr letztes Lebensjahr allein war, immer ein schönes Leben. Zumindest hoffe ich das doch, meinen Meerschweinchen stand ein kompletter Garten zur Verfügung! (Und das meine ich wörtlich.)
Aber jetzt ist es vorbei, keine Meerschweinchen mehr da und vorerst auch keine anderen Tiere. Irgendwann, wenn ich Kinder habe, bekommen die auch Meerschweinchen. Die dürfen sie auch ab und zu mal streicheln, wenn ich sie hergebe.
Ein Bild von Alasta findet ihr übrigens hier . 
Kein Tag wie jeder andere
So, das war er also: Mein erster Arbeitstag.
Arbeit definiert sich hierbei als Freiwilliges Soziales Jahr in der Ausbildungsabteilung des heimischen Roten Kreuzes. Sein Hobby zum Beruf machen, so heißt es doch immer. Guuut, Beruf wäre besser bezahlt, aber das wusste ich ja. Schön wäre es gewesen, zur Einführung im BRK auch eingeladen zu werden und nicht nach einer Stunde in der Ausbildungsabteilung vom stellvertretenden Kreisgeschäftsführer erkannt zu werden und mit den Worten: "Oh, dann muss ich dich jetzt aber mitnehmen!" in den Raum eine Tür weiter geschleppt zu werden, um *Trommelwirbel* mir eine Einweisung auf Hausordnung, Dienstführerschein, die Wache, Fahrzeugumgang, Parkplätze ecetera pp zu bekommen. Pardon, mag ja nett sein für jene, die neu sind, aber ich bin seit knapp fünf Jahren beim Roten Kreuz, ich WEIß, wo was ist, ich WEIß, dass ich im Haus nicht rauchen darf und ich HABE bereits meinen Dienstführerschein. Übrigens arbeite ich in der Ausbildungsabteilung, ich glaube nicht, dass ich dort eine Gesundheitsbelehrung und einen Dienstführerschein grundsätzlich brauche. Und rauchen tue ich auch nicht. Aber nein, ich musste es mir anhören.
Da das Ende der Veranstaltung unklar war, stand ich im Anschluss eine Stunde (ich weiß, hier stand versehentlich "eine Woche", aber natürlich hat der Chef kein 7-Tage-Menü eingelegt, das dann doch nicht) vor der verschlossenen Tür der Ausbildungsabteilung, weil der Chef mittagessen war. Der Chef übrigens, der schlecht hört und irgendwie nicht begreift, dass die mir erklärten Aufgaben nicht sooo schwer sind, dass er damit Stunden vertun muss, dass ich schon einiges weiß und sehr vieles klar und logisch ist. Stattdessen begreift er meine Fragen nicht und lässt alles sehr, sehr geruhsam angehen.
Ein letzter Makel: Mein Arbeitsplatz. Nicht nur, dass im Raum ein Skelett steht und ich Skelette hasse wie die Pest, nein, ich musste mir erst meinen Arbeitsplatz erkämpfen. Das Praktikanten-Laptop ist jetzt mein, aber da fehlt noch der Internetzugang, diverse Rechte und ich möchte das zugemüllte Desktop gerne bereinigen (was das Laptop nicht will). Das Problem mit diesem Arbeitsplatz war, dass alle zwei/drei Tage noch irgendwer in der Ausbildungsabteilung hilft. Eine ist eigentlich für Essen und Kaffeemaschine putzen (btw das erste, was mir gezeigt wurde am heutigen Tag) zuständig, die andere hat irgendeinen geistigen Schaden, dass sie den Mauszeiger auf dem Laptop nicht steuern kann und ne Krise kriegt, wenn Bleistifte verschoben werden. Nichts gegen die Integration solcher Leute, aber nicht auf meinem Arbeitsplatz, denn ich habe im Gegensatz zu ihnen eine 38,5 Stunden Woche. So!
Meine Highlights waren dann tatsächlich, dass ich mir im Lager gaaaaanz viele Schreibsachen für meinen Schreibtisch aussuchen durfte (ich bin ja ein bekennender Schreibwarenfetischist), nur der Rollcontainer fehlt noch. Und dass ich in einer Grundschule eine Stunde Erste Hilfe machen darf.
Ich bin also zuversichtlich, dass es besser wird, sobald der Chef denkt, er hat mir alles ausführlichst erklärt und mich arbeiten lässt. Und sobald das Laptop läuft. Und sobald die anderen akzeptieren, dass ich nun ein Jahr lang dort arbeiten werde, ob sie wollen, oder nicht. 
Meine Lieblinge aus Belauscht.de
So, nachdem ich ja zwei Wochen in München arbeiten war und dabei so schnell und fleißig gearbeitet habe, dass sie irgendwann keine Aufgaben für mich hatten, konnte ich mal wieder eine meiner Lieblingsseiten durchstöbern, nämlich Belauscht.de. Hier meine persönlichen Lieblinge der letzten paar Wochen - vornehmlich von der erstaunlich lustig gewordenen Bahn.
Köln. Im Regional-Express.
Durchsage: "Eine kurze Information, bevor genörgelt wird: Die Klimaanlage in diesem Zug ist nicht defekt, es gibt keine."
Essen. Im Zug.
Durchsage des Schaffners: "Meine Damen und Herren, wir erreichen gleich Essen Hauptbahnhof. Ihre Umsteigmöglichkeiten - einen Moment, mein Handy klingelt gerade."
Ungläubiges Schweigen im Zug. Dann erneute die Durchsage: "Meine Damen und Herren, es war nur meine Frau."
Münster. Hauptbahnhof West.
Im Regionalexpress Richtung Emden. Die Lok ist defekt und muss deshalb umgekoppelt werden. Der Lokführer kündigt eine Verzögerung von 5-10 Minuten an. Ein Mann, etwa 30, telefoniert gerade und sagte daraufhin zu seinem Gesprächspartner:
"Jetzt kommen wir 'ne halbe Stunde später, weil die Lok umgekuppelt werden muss!"
Plötzliches Klicken in den Lautsprechern. Erneute Durchsage des Lokführers:
"Wer sagt denn was von 'ner halben Stunde!?! Ich hab gesagt: Fünf Minuten!!"
Und auch von der Bahn, diesmal ein recht genervter Zugführer:
"Liebe Fahrgäste, die Weiterfahrt des Zuges verzögert sich um ein paar Minuten weil uns ein ungeheuer bedeutender Güterzug mit immens schnell verderblichen Eisenrohren überholen muss."
Berlin. In einem Büro am Gendarmenmarkt. In der Personalabteilung.
Eine halbwegs attraktive Mitarbeiterin (Mitte 20) füllt einen Personaldatenbogen aus, in dem auch die Konfession abgefragt wird. Dort trägt sie die Zahl 34 ein. Der daneben sitzende Personalchef schaut die Mitarbeiterin verblüfft an und fragt leicht ironisch: "Ihre Konfession ist 34??"
Die Mitarbeiterin guckt zerknirscht zurück und sagt: "Na gut, 36!"
I like them! 
Ein Überfall und seine Folgen
Was mag ich am Sommer? Die Wärme, die langen Abende, ein bisschen Urlaub in Form von Zeltlagern, das Vogelgezwitscher und Bienensummen.
Was mag ich nicht am Sommer? Das zu heiße oder zu kalte Wetter, die Mücken, Wespenstiche in den Zeh und zu lange Abende.
Also, das war so: Einige Mit-JRKler und ich haben das Zeltlager eines benachbarten Kreisverbandes überfallen. Wobei überfallen jetzt ein sehr weit gefasster Begriff ist, denn das Ziel eines solchen Überfalls ist es, die Lagerfahne zu klauen und sie gegen irgendetwas einzulösen, beispielsweise Essen und Trinken. Da der Fahnenklau um die noch frühe Uhrzeit, zu der wir eintrafen, relativ unmöglich war (vor allem zu sechst gegen ca. 20 - 30 kleine, hyperaktive Kinder) und die Versorgung eigentlich auch so immer gesichert ist, haben wir den Kindern halt den Spaß gegönnt, uns ein bisschen zu jagen. Außerdem ist es lustig, wenn sie laut aufkreischen, weil irgendwo ein Böller explodiert, muhahaha!
Gegen halb drei Uhr nachts kamen wir wieder daheim an, stellten das JRK-Auto ab und fuhren mit den Privat-PKWs weiter. Ich lieferte erst die eine Freundin ab und war gerade dabei, auch die andere heim zu bringen, als es hinter mir rot blinkte. Gerade am Ortsausgang wurde ich von der Polizei angehalten, was sollte das denn bitte?!
Der Beamte auf meiner Seite bemängelte erst einmal, dass ich ja reichlich blöd stände, worauf ich mir verkniffen habe zu sagen, dass er mich auch reichlich blöd angehalten habe, und fragte nach meinem Führerschein. Wahrheitsgemäß sagte ich, dass dieser sich im Kofferraum befände. Er fragte, ob ich Alkohol getrunken hätte, was ich - ebenfalls wahrheitsgemäß - verneinte.
"Na gut, dann fahr'n Se weider!" Und das habe ich dann auch getan und war sehr, sehr erleichtert, dass ich nicht an den Kofferraum gemusst hatte, denn wie mir ein paar Sekunden später einfiel, wäre es schon sehr komisch angekommen, wenn sie diverse Taschenlampen, darunter eine Maglite 4D (man muss ja was sehen in der Nacht), die Böller (wegen taktischer Ablenkung) und die insgesamt fünf verschiedenen Taschenmesser (um eventuelle die Fahne vom Mast abzuschneiden) gefunden hätten. Tippe mal auf ziemliche Erklärungsnot auf dem Polizeirevier und eine sehr, sehr lange Nacht, die das geworden wäre.
Meine erste alleinsame Wohnung
TEIL 1
Willkommen in München, der bayerischen Landeshauptstadt, drittgrößte Stadt Deutschlands. Das Wetter ist mies und der Verkehr eine Herausforderung.
Dort war ich gestern erstmal shoppen und zwar eine Doppelkochplatte - der Herd hier funktioniert nämlich nicht. Außerdem habe ich eine teurere Handcremé gekauft, meine Finger sind kaputt und eingerissen und aua.
Den EgUg-Kurs (Erwachsenengerechte Unterrichtsgestaltung), den ich hier an 2 1/2 Wochenenden besuche, kann ich mir mal wieder zu 80% sparen. Sind zwar alle super nett und es ist ganz witzig, aber der Inhalt ist selbstverständlich und es gibt wenig neues zu lernen. Zeichne die ganze Zeit kleien Raumschiffe, sonst könnte ich mich noch viel weniger konzentrieren, und mache jede Gruppenpräsentation und verteidige mich im Rollenspiel zum Thema Konfliktsituationen als "Lehrgangsleiterin" gegen drei "Lehrgangsteilnehmer", die alle nen Kopf größer und männlich sind. Muhaha! Was ein Spaß!
Wie die Arbeit ist, werde ich sehen, denke aber, dass das ganz witzig wird. Die Leute sind nett und die Arbeit nicht sonderlich schwer. Werde die Woche schon gut rumbringen und dann wieder berichten.
TEIL 2
Habe die Aufgabe, für die ich einen zweiwöchigen Vertrag unterschrieben habe, in drei Tagen erledigt. Aufgrund der dadurch entstehenden Arbeitslücke habe ich eine Windeltorte für den frisch vervaterten Chef gebastelt und angefangen, die Bewerberdaten nicht angenommener Bewerber zu digitalisieren - warum auch immer, wer nicht eingestellt wird, muss meiner Meinung nach auch nicht aufbewahrt werden. Ah ja, und alte Zeitungen habe ich ebenfalls aussortiert und war heilfroh, sie nicht selbst in den Papierkontainer schmeißen zu müssen, die Menge war phänomenal!
Der Egug-Kurs schlaucht genauso wie die Arbeit, ich muss ab und zu mal ausschlafen können, aber das ist mir ja nicht vergönnt. So interessant das Thema vielleicht ist und so gut auch der Lehrgangsleiter unterrichtet: Irgendwann mag man nicht mehr, auch wenn man aus lauter Frust und Langeweile immer noch jede kleine Aufgabe freiwillig übernimmt. Alles was ich höre, ist irgendwie klar und nix neues. Gebt mir das Handbuch und gut ist, schriftlichen Test und Lehrprobe bestehe ich auch ohne Lehrgang!
So, hätten wir die Arroganz auch mal wieder rausgelassen. Tut gut. Und jetzt gehe ich schlafen, sonst wird der morgige Lehrgangstag und die Tour zum Riesenrad im Olympiapark noch anstrengender. Ein bisschen Schlaf muss sein. 
Mückenplage
Wenn ich eines am Sommer nicht mag, dann sind es die Mücken. Im Volksmund auch Schnaken, Moskitos oder Drecksviecher genannt. Blöd ist nur: Je weniger ich sie mag, umso mehr mögen sie mich!
Mir hat mal wieder ein Abend draußen gereicht, um vollkommen zerstochen zu werden. Ein Lagerfeuer hat zwar noch das Schlimmste verhindert, aber bis das an war, war ich förmlich zerfleischt.
Hierzu eine klitzekleine Statistik: Vier Mückestiche am rechten Knie, zwei am rechten Oberschenkel (fragt mich nicht, wie die durch eine Jeans stechen können), einen an jeder Schulter und einen (sehr amüsant) in der linken Ellenbeuge, und zwar genau da, wo mir sonst immer Blut abgenommen wird. Vielleicht hat dich Mücke die Einstichnarben gesehen und dachte sich: "Oh, da war schon mal wer, da gehe ich auch hin!" und hat sich dann gefreut, dass sie direkt an der Quelle saß. Vielleicht war es auch einfach Zufall und die Mücke war in Wirklichkeit strunzdumm.
Auf jeden Fall jucken die Stiche jetzt immer abwechselnd, und dass, obwohl der Sommer gefühlstechnisch schon wieder vorbei ist. War aber auch dämlich: Erst wochenlang Regen, dann brühtende Hitze, dann wieder Regen und wenn nicht noch eine weitere Hitzeperiode kommt, geht er wahrscheinlich sofort in Schneefall und Blitzeis über. Mag ich auch nicht...
Aber was macht man, wenn es draußen regnet und einen Mückenstiche quälen? Genau: Man liest mal wieder ein gutes Buch! Ich hab recht viel gelesen in letzter Zeit, darüber könnte ich einen eigenen Blogeintrag schreiben, aber dann müsste ich auch meine Lieblingsstelle aus Bartimäus Teil zwei zitieren und das habe ich grad nicht da.
Trotzdem eine kleine Übersicht über meine gelesenen Bücher in den letzten Wochen und eine Note, damit ihr wisst, was sich zu lesen lohnt:
Bernhard Hoecker "Aufzeichnungen eines Schnitzejägers" (4+), Naomi Novik "Drachenwacht" (1-), Jonathan Stroud "Bartimäus 2" (2-), John Grogan "Marley und ich" (1-) (unglaublich kitschiger Titel und Cover, nur deshalb der kleine Abzug, so ein tolles Buch!), Stephen King "Das Mädchen" (1-).
Zum letzten Buch muss ich sagen, dass sich dort der Kreis dieses Blogeintrages wieder schließt, denn die Geschichte handelt von einem Mädchen, das sich im Wald verlaufen hat und unter anderem auch mit dem dort lebendem Getier zurecht kommen muss, natürlich auch mit Mücken, die sie (wie mich) zerstechen und ihr sogar in die Augenlider pieksen (hatte ich auch schon). Ein bisweilen ekliges, aber nachvollziehbares und kurzweiliges Buch, sehr zu empfehlen.
Gerade habe ich "Wer bin ich und wenn ja, wieviele?" angefangen. Scheint keine leichte Lektüre zu sein, aber das muss ja nichts schlechtes heißen. Vielleicht gibts ein paar interessante Erkenntnisse über die menschliche Psyche und die Philosophie. Wobei mir ein paar Erkenntnisse über Mückenabwehr lieber wären. Viel lieber...
Diese Hitze!
Kaum zu glauben: Vor ein paar Wochen hatte es noch unangenehme Temperaturen von nur wenigen Grad Celcius und jetzt haben wir ein subtropisches Klima von annähernd 40°C!!
Das traurige ist ja, dass im Winter alle jammern, dass sie es wärmer haben wollen und es wieder Sommer werden soll, im Sommer jammern alle, dass es zu heiß ist und man sich nach Ski fahren sehnt. Darum mag ich persönlich ja Frühling, genau die Mitte, herrlich!
Auf jeden Fall hat mir die Hitze am Samstag den letzten Nerv geraubt, da waren nämlich ich und drei andere bei einer Großübung in Bad Neustadt an der Saale, sind extra um 6 Uhr losgefahren, waren bis knapp 14 Uhr auch schwer beschäftigt, bis die komplette Übung abgebrochen wurde, weil Mimen und Feuerwehrleute reihenweise umgekippt sind. Doofe Hitze, und ich saß den halben Tag im heißen Auto.
Nun ja, auf jeden Fall schlaucht diese Hitze unglaublich. So sehr, dass ich selbst die meiste Zeit nur rumhänge und nichts tue... und wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich sogar zu unmotiviert zum bloggen.
Wünsche euch allen ein kühles Gewitter! 